Mit KI besser schlafen – Mein Selbstversuch mit digitalem Schlaftraining
Schlaf ist so ein Thema, das eigentlich selbstverständlich sein sollte. Und trotzdem funktioniert er bei mir nicht immer so, wie ich mir das wünsche.
Gerade in den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass sich mein Schlaf verändert hat. Ich wache nachts öfter auf, liege wach und bin morgens oft nicht richtig erholt. Ich glaube, viele Frauen in meinem Alter kennen das. Der Körper verändert sich und der Schlaf gleich mit.
Also habe ich mich bewusst entschieden, etwas Neues auszuprobieren. Kein weiteres Produkt, sondern ein digitaler Ansatz. Ich teste ein Schlaftraining, das mich mit Hilfe von künstlicher Intelligenz begleitet.
Mein Schlaf unter der Lupe
Zu Beginn wurde mein Schlaf sehr genau analysiert. Ich habe Fragen zu den letzten Wochen beantwortet und daraus wurde ein erster Überblick erstellt. Mein Ergebnis liegt bei 21 von 40 Punkten.
Das klingt im ersten Moment abstrakt, aber die Einordnung war ziemlich eindeutig. Dieser Wert liegt bereits in einem Bereich, der auf eine relevante Schlafstörung hinweisen kann.
Das war ehrlich gesagt ein Moment, der mich kurz innehalten ließ. Man ahnt ja vieles, aber es so klar vor sich zu sehen, ist nochmal etwas anderes.
Mein persönliches Schlafprofil
Besonders spannend fand ich die Einordnung meines Schlafverhaltens. Ich gehöre zu einem gemischten Schlaftyp. In meinem Alltag bedeutet das vor allem, dass ich nachts aufwache und morgens oft zu früh wach bin.
Genau das ist auch mein Gefühl seit Monaten. Gleichzeitig wurde ich als eher früher Chronotyp eingeordnet. Also jemand, der morgens eigentlich leistungsfähig ist.
Das passt zu mir. Umso frustrierender ist es, wenn man zwar früh wach ist, sich aber trotzdem nicht erholt fühlt.
Ein Blick auf die Zahlen
Was ich besonders interessant finde, sind die konkreten Daten. Meine Schlafeffizienz liegt im Durchschnitt bei etwa 81 Prozent.
Das klingt erstmal gar nicht so schlecht, ist aber eben auch nicht optimal. Dazu kommt, dass meine Schlafdauer schwankt und ich nachts teilweise länger wach liege. Auch meine Einschlafzeit ist nicht konstant.
Wenn man diese Dinge so gebündelt sieht, versteht man plötzlich viel besser, warum man sich tagsüber manchmal so erschöpft fühlt. Es ist nicht nur ein Gefühl, es hat tatsächlich eine Grundlage.
Ein ehrlicher Moment
Ich habe lange gedacht, dass das einfach eine Phase ist. Dass es normal ist, nachts wach zu liegen oder morgens erschöpft aufzuwachen.
Aber diese Auswertung hat mir gezeigt, dass mein Schlaf nicht einfach nur unruhig ist. Er braucht Aufmerksamkeit.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem viele von uns stehen. Man funktioniert irgendwie weiter, ohne genauer hinzuschauen.
Schlaf ist lernbar
Was ich an dem Training besonders spannend finde, ist der Ansatz dahinter. Es geht nicht um schnelle Lösungen oder kurzfristige Tricks. Es geht darum, den eigenen Schlaf Schritt für Schritt zu verstehen und zu verändern.
Der Gedanke, dass Schlaf lernbar ist, hat mich zuerst überrascht. Aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto logischer erscheint es mir. Unsere Gewohnheiten, unser Alltag, unsere Gedanken am Abend all das hat Einfluss.
Das bedeutet auch, dass wir selbst etwas verändern können.
Schlaftracking nach Gefühl oder mit Unterstützung
Für das Training braucht man übrigens keine Apple Watch oder ähnliches. Man kann den eigenen Schlaf auch ganz klassisch selbst einschätzen und eintragen. Also zum Beispiel, wann man ungefähr eingeschlafen ist, wie oft man nachts wach war und wie lange diese Phasen gedauert haben.
Ich merke aber, dass das gar nicht so einfach ist, weil vieles nur ein Gefühl bleibt. Seit ich zusätzlich einen kleinen Smart Ring nutze, der meinen Schlaf automatisch aufzeichnet, fällt mir das deutlich leichter.
Smart Ring zur Schlafanalyse ansehen
Die Daten sind natürlich kein Muss, aber sie helfen mir, meinen Schlaf noch besser zu verstehen und Veränderungen bewusster wahrzunehmen.
Was mich im Training erwartet
Das Programm ist in mehrere Module aufgebaut, die ich nach und nach durchlaufe. Es geht um Wissen, aber auch ganz konkret um die Umsetzung im Alltag. Ein Schlaftagebuch gehört genauso dazu wie Übungen und kleine Anpassungen im Verhalten.
Ein Thema, das bei mir sofort angesprochen hat, ist das Gedankenkarussell. Dieses Gefühl, im Bett zu liegen und plötzlich wird der Kopf aktiv. Genau dort setzt das Training an und versucht, neue Wege zu zeigen.
Mein persönliches Ziel
Ich habe mir ein klares Ziel gesetzt. Ich möchte wieder besser durchschlafen. Nicht perfekt, nicht jede Nacht gleich, aber insgesamt ruhiger und erholsamer.
Mir geht es darum, morgens wieder mit mehr Energie in den Tag zu starten. Gerade im Alltag mit Job, Familie und allem, was dazugehört, macht das einen riesigen Unterschied.
Mein erster Eindruck
Auch wenn ich noch am Anfang stehe, hat sich mein Blick auf Schlaf bereits verändert. Ich sehe ihn nicht mehr als etwas, das einfach funktioniert oder eben nicht. Ich sehe ihn als etwas, das ich beeinflussen kann.
Und allein dieser Gedanke gibt mir ein gutes Gefühl.
Warum ich diesen Weg spannend finde
Gerade in dieser Lebensphase finde ich es wichtig, neue Wege auszuprobieren. Nicht alles einfach hinzunehmen, sondern aktiv etwas zu verändern.
Ein digitaler Ansatz mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz ist für mich eine interessante Ergänzung. Er ersetzt nicht den Alltag, aber er hilft dabei, bewusster hinzuschauen und Zusammenhänge zu verstehen.
Fazit
Ich bin noch am Anfang meines Selbstversuchs. Aber ich habe das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Nicht, weil sich schon alles verändert hat. Sondern weil ich begonnen habe, meinen Schlaf ernst zu nehmen. Und das ist vielleicht der wichtigste erste Schritt.