„Rauhnachttage“ von Ina Bhatter

„Rauhnachttage“ von Ina Bhatter

*Anzeige* Ich habe einen entschleunigenden Roman gelesen, der gut in die vor uns liegende Zeit passt und den ich euch gerne vorstellen möchte:

„Rauhnachttage“

  1. Herausgeber: ‎ Kiepenheuer&Witsch ‎
  2. Autor: Ina Bhatter
  3. Seitenzahl: 208
  4. Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2026
  5. Sprache: Deutsch
  6. ISBN: ‎ 978-3462055825 ‎ ‎

Inhalt:

Von der Zeit im Jahr, in der alles möglich werden kann

Nach einem Schicksalsschlag hat Luise den Glauben an sich selbst verloren. Als sie die Weihnachtstage und den Jahreswechsel in einer Wohnung am Meer verbringt, kommt die junge Ärztin mit dem Thema Rauhnächte und dem Zelebrieren jahrhundertealter Winterrituale in Berührung.
Was sie als Frau der Wissenschaft zunächst belächelt, setzt Dinge in Bewegung, die Luise nicht für möglich gehalten hätte und eröffnet ihr eine neue Perspektive auf das Leben.
(Klappentext)

Meine Meinung:

Die Protagonistin Luise musste mit ansehen, wie ihr Freund Felix bei einem Fahrradsturz tödlich verunglückt. Trotz ihrer frisch bestandenen Facharztprüfung kann sie nichts mehr für ihn tun. Jede Nacht sieht sie das Unglück wieder vor sich. Um zur Ruhe zu kommen, hat sie sich zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag eine Auszeit am Meer genommen. Dort packt sie ein Geschenk ihrer Freundin Linh aus:
Ein Buch über Rauhnächte und Linhs ultimativen Rauhnächte-Ablaufplan.
Zunächst glaubt Luise, dass sie damit nichts anfangen kann, aber dann lässt sie sich darauf ein.

Genau wie Luise ist mir der Begriff Rauhnächte früher nie begegnet, aber in den letzten Jahren immer häufiger aufgetaucht. Wirklich beschäftigt hatte ich mich mit ihnen bisher allerdings noch nicht – also genau wie Luise.

Es geht um die zwölf Tage und Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag, die die Schwelle zwischen dem Gewohnten und dem Ungewissen bilden. Es ist die Zeit, in der man Altes verabschiedet und Neues beginnt. Durch diese Tage begleiten wir Luise, wie sie innehält, zurückblickt und nach vorne schaut. Sie beginnt damit, Wünsche aufzuschreiben, Tee zu trinken, spazieren zu gehen und lässt sich auf die Rituale und Bräuche ein, die mit den Rauhnachttagen zusammenhängen.
Ich habe Luise gerne durch diese magische und atmosphärische Zeit begleitet und fand die Informationen über die Rauhnächte sowie die Veränderung von Luise ausgesprochen interessant.

Es ist kein spannendes Buch, in dem viel passiert, sondern ein ruhiger Roman, der nachdenklich stimmt und auf die Tage zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag einstimmt.
Sicherlich eignet es sich auch gut, um an jedem Tag in genau diesem Zeitraum eines der Kapitel zu lesen.

Mein Fazit:

Wer passenden Lesestoff für die Weihnachtszeit sucht oder einfach mal zur Ruhe kommen möchte, der liegt mit diesem Buch genau richtig.

Elke