„Die Schwartau-Schwestern – Die Süße des Lebens“ von Romy Herold
*Anzeige* Ich habe einen interessanten Roman über die Entstehungsgeschichte eines Familienunternehmens gelesen, den ich euch gerne vorstellen möchte:
„Die Schwartau-Schwestern – Die Süße des Lebens“
- Herausgeber: Blanvalet Taschenbuch Verlag
- Autor: Romy Herold
- Seitenzahl: 512
- Erscheinungsdatum: 22. April 2026
- Sprache: Deutsch
- ISBN: 978-3734115578
Inhalt:
Fruchtige Süße, als hätte man das Glück in Rubinrot eingefangen. Als die Schwestern Emma und Tilde Fromm 1899 in Rostock den Zug besteigen, um einen Neuanfang in Schwartau zu wagen, ist die geliebte selbstgemachte Erdbeermarmelade natürlich im Gepäck. Die Frauen ahnen nicht, dass dieses kleine Stück Heimat der Grundstein für ein florierendes Familienunternehmen sein wird, dessen Konfitüren die Welt erobern. Doch der Weg dahin ist gespickt mit Intrigen und Widerständen. Und nicht nur ein Mal müssen Emma und Tilde Mut und Ideenreichtum beweisen, um ihren großen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. (Klappentext)
Meine Meinung:
Ich lese immer wieder gerne historische Romane und es begeistert mich besonders, wenn es dabei um etwas so Greifbares und Alltagsnahes geht wie in diesem Buch.
Die Schwartauer Werke und ihre Produkte sind vermutlich so ziemlich jedem bekannt und in vielen Haushalten stehen die Konfitüren, Fruchtaufstriche und Gelees auf dem Frühstückstisch.
Aber wer weiß schon etwas über die Entstehungsgeschichte dieses Familienunternehmens?
Romy Herold – welches das Pseudonym von Eva-Maria Bast und Jørn Precht ist – hat sich intensiv mit dem Familienunternehmen beschäftigt und herausgekommen ist ein ausgesprochen interessanter und unterhaltsamer historischer Roman.
Im Jahr 1899 geht es für die Familie Fromm von Rostock nach Schwartau. Dort gründen die Brüder Otto und Paul eine Fabrik zur Herstellung von Bohnerwachs und Fußbodenöl.
Emmas Traum war es schon immer, eine Marmeladenfabrik zu gründen und manchmal werden Träume wahr. Sie und ihre Schwester Tilde steigen in das Familienunternehmen ein und beginnen mit der industriellen Herstellung von Marmelade. Was hier so einfach klingt, war ein steiniger Weg. Frauen wurden in der Geschäftswelt nicht gerne gesehen und der Erste Weltkrieg sowie die folgende Inflation machten es den Schwestern nicht leicht. Aber dank ihres Geschäftssinns und zahlreicher guten Ideen haben sie das Familienunternehmen auf die richtigen Bahnen gelenkt.
Gut gefiel mir, dass der Roman nicht plötzlich aufhört. Das Leben der Familie Fromm ging weiter und die Schwartauer Werke gibt es bis heute. Dafür gibt es ein abschließendes Kapitel „Wie es weiterging“.
Auch die Innencover möchte ich nicht unerwähnt lassen, da dort nostalgische Fotos der Familie und des Unternehmens zu finden sind, die die Atmosphäre der damaligen Zeit gelungen einfangen.
Mein Fazit:
Wer sich für das Leben starker, mutiger Frauen mit Unternehmergeist interessiert oder gerne Bücher über die Geschichte deutscher Familienunternehmen liest, wird sicherlich Gefallen an diesem gut recherchierten Roman finden.