„Tage am Fluss“ von Jochen Mariss

„Tage am Fluss“ von Jochen Mariss

*Anzeige* Ich habe einen tollen sommerlichen Debütroman aus dem Verlag Kiepenheuer&Witsch gelesen, den ich euch gerne vorstellen möchte:

Tage am Fluss

  1. Herausgeber: Kiepenheuer&Witsch
  2. Autor: Jochen Mariss
  3. Seitenzahl: 320
  4. Erscheinungsdatum: 9. Juli 2026
  5. Sprache: Deutsch
  6. ISBN: 978-3462013672 ‎ ‎

Inhalt:

Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss, dem idyllischen Grünen Mond. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon, der gesucht wird. Sara verarztet den jungen Mann und versteckt ihn bei sich. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Beim Scheren der Schafe, bei der Reparatur des Hühnerstalls und beim Sensen der Obstwiese kommen sich Sara und Leon zögerlich näher und bringen den Mut auf, sich ihren alten Wunden zu stellen. Und sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und dann tritt auch noch der Fluss über die Ufer… (Klappentext)

Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die naturverbundene Fährfrau Sara Harmsen. Ihr Leben ist ruhig und zurückgezogen. Als ein junger Mann – Leon – mit einer Kopfverletzung bei ihr auftaucht, verarztet sie seine Wunden, nichts ahnend, dass dieser gesucht wird. Als Gegenleistung möchte sie, dass er ihr bei einigen Reparaturarbeiten hilft.

Sara und Leon sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Während Sara sehr heimatverbunden ist, hält es Leon nirgends. Aber sie haben auch eine wichtige Gemeinsamkeit: beide lieben die Natur und sorgen sich um unseren Planeten. Sie kommen sich langsam näher.

Der Schreibstil von Jochen Mariss ist ruhig, aber eindringlich und atmosphärisch. Er beschreibt seine Charaktere ebenso lebendig und authentisch wie die Umgebung. Ich hatte das Gefühl, alles direkt vor meinem inneren Auge zu haben und konnte die sommerliche Stimmung direkt spüren.

Mein Fazit:

Obwohl sich das Buch schön liest und eine angenehme Sommerlektüre ist, macht es auch auf wichtige Themen aufmerksam, da es um den Klimawandel, Natur- und Klimaschutz geht. Es steckt eine Menge zwischen den Zeilen, was nachdenklich macht und dafür sorgt, dass mir dieses Debüt noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Elke