„Verlorene Schäfchen“ von Madeline Cash“
*Anzeige* Ich habe ein wirklich gelungenes Debüt gelesen, das ich euch gerne vorstellen möchte:
„Verlorene Schäfchen“
- Herausgeber: Penguin Verlag
- Autor: Madeline Cash
- Seitenzahl: 320
- Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026
- Sprache: Deutsch
- Originaltitel: Lost Lambs
- ISBN: 978-3328604518
Inhalt:
Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Die Ehe der Eltern bricht auseinander, die drei Töchter strudeln immer weiter in ihre eigenen Probleme hinein und über allem schwebt auch noch ein zwielichtiger Milliardär, der seine Finger überall im Spiel zu haben scheint. Und in den Zeiten, in denen auch die Kirche keinen Halt mehr gibt, hilft vielleicht nur, gemeinsam eine große Verschwörung aufzudecken. (Klappentext)
Meine Meinung:
Die Flynns waren immer eine ganz normale Familie, bis die Mutter Catherine in eine Krise gerät und zum Leidwesen ihres Ehemanns Bud die gemeinsame Ehe öffnen möchte. Bud zieht in die Garage und schließt sich der Selbsthilfegruppe „Verlorenen Schäfchen“ an. Wenn sich in einer Familie die Dynamik verändert, betrifft das natürlich nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder. Die drei Töchter – Harper 12, Louise 15 und Abigail 17 Jahre – sind ebenso betroffen. Ihre Welt gerät ins Straucheln und jede von ihnen hat ihre ganz eigenen Probleme.
Frisch, frech und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen erzählt die Autorin von dem Leben der Familie Flynn in einer amerikanischen Kleinstadt.
Der Schreibstil von Madeline Cash liest sich dabei angenehm leicht und locker. Durch die Dialoge wirkt alles sehr lebendig. Diese sprühen nur so vor Humor, Schlagfertigkeit und Wortwitz.
Zugegebenermaßen ist die Handlung an einigen Stellen ein wenig absurd und überzogen, manches mag auch etwas respektlos sein, aber genau das hat für mich hier die gute Unterhaltung ausgemacht.
Da die Perspektiven immer wieder wechseln, lassen sich die Gedanken und Beweggründe von jedem gut nachvollziehen, auch wenn ich nicht alles gutheißen konnte. Aber genau das macht dieses Buch aus. Es sind keine Mainstream-Charaktere, sondern jedes der Familienmitglieder ist ein wenig skurril und kaputt und genau durch diese Unperfektheit irgendwie liebenswert.
Obwohl die Leichtigkeit ins Tragische wechselt und die Handlung dadurch mehr Tiefgang erhält, bleibt ein humorvoller Unterton bestehen.
Mein Fazit:
Wer eine außergewöhnliche Familie erleben möchte und vor Absurditäten und Übertreibungen nicht zurückschreckt, dem könnte dieses Tragikomödie über eine dysfunktionale Familie gefallen.
Mich hat dieses Debüt überrascht und ausgesprochen gut unterhalten. Ich hoffe, dass wir bald weitere Bücher der Autorin zu lesen bekommen.