„Die Wagners: Eine Familie zwischen Musik und Macht“ von Michael Lemster
*Anzeige* Michael Lemster hat sich wieder auf Spurensuche begeben und dieses Mal mit der Familie Wagner beschäftigt. Heute möchte ich euch sein neustes Buch vorstellen:
„Die Wagners: Eine Familie zwischen Musik und Macht“
- Herausgeber: Benevento
- Autor: Michael Lemster
- Seitenzahl: 432
- Erscheinungsdatum: 28. Mai 2026
- Sprache: Deutsch
- ISBN: 978-3710901683
Inhalt:
Alles wird Bühne für die Wagners – nicht nur für den so begnadeten Richard, sondern für seine ganze Sippe. Bis heute sind Theater, Musik und Macht ihr Lebenselixier. Michael Lemster erzählt ihre Geschichte als Familienoper: von den Anfängen im kleinbürgerlichen Milieu über den atemlosen, wirren Weg des Revolutionärs und Hofkünstlers Richard Wagner über die Gründung der Bayreuther Festspiele bis heute.
Dieses Porträt einer Familie zwischen Musik und Macht zeigt,wie eng Kunst und Politik, familiäre Loyalität und Egoismus, Genie und Größenwahn oft ineinandergreifen – und warum diese Familie bis heute fasziniert: Auch das größte Werk braucht Menschen, die es lebendig halten. Und Richards Nachkommen haben die Festspiele nicht nur geerbt, sondern stets neu erfunden. (Klappentext)
Meine Meinung:
Richard Wagner wird so gut wie jedem ein Begriff sein, da kommen direkt die Assoziationen zu den Bayreuther Festspielen, „Tristan und Isolde“ oder „Der Ring des Nibelungen“. Aber das war es dann auch schon, zumindest bei mir. So richtig viel wusste ich bisher über den Künstler – der als einer der bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Komponisten der Romantik gilt – nicht.
Mit diesem Werk von Michael Lemster hat sich das geändert. Er gibt nicht nur umfangreiche Einblicke in das Leben von Richard Wagner, sondern in das seiner gesamten Familie.
Dabei beschränkt er sich keineswegs nur auf die Musik, sondern betrachtet die Familie im Zusammenhang mit dengesellschaftlichen Gegebenheiten, historischen und politischen Ereignissen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm eingängig zu lesen und es ist ihm gut gelungen, historische Fakten lebendig am Familienleben zu vermitteln. Dabei kommen sie nicht immer gut weg, aber er schreibt auch, dass es eines seiner Anliegen war, alles authentisch und ungeschönt darzustellen.
In dem Buch befinden sich Zeichnungen und Fotos, die den Zeitgeist gekonnt einfangen und die Familie regelrecht zum Leben erwecken.
Abschließend gibt es eine Zeittafel, die von 1770 bis in die Gegenwart reicht und damit nochmals den Einfluss der Familie Wagner bis in die heutige Zeit verdeutlicht.
Mein Fazit:
Wer sich für Künstler, Musik und Familiengeschichten – eingebettet in historische Begebenheiten – interessiert, der liegt mit diesem Buch genau richtig.