„Fliegt, Wilde Schwäne“ von Jung Chang
*Anzeige* Ich habe einen wirklich außergewöhnliches Buch aus dem Heyne Verlag gelesen, das ich euch gerne vorstellen möchte:
„Fliegt, Wilde Schwäne“
- Herausgeber: Heyne Verlag
- Autor: Jung Chang
- Seitenzahl: 400
- Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026
- Sprache: Deutsch
- Originaltitel: Fly, Wild Swans
- ISBN: 978-3453219236
Inhalt:
Fast 40 Jahre nach dem Erscheinen ihrer chinesischen Familienchronik „Wilde Schwäne“, die Millionen von Lesern bewegt hat, erzählt Jung Chang die Geschichte ihrer Familie und ihrer geliebten Mutter weiter. Dabei lässt sie die Entwicklung des Landes – vom Ende der Mao-Ära und vom Beginn der Reformen unter Deng XiaoPing bis in die Gegenwart Xi Jinpings – lebendig werden.
Ein ergreifendes Memoir und zugleich ein beispielloses Porträt des modernen Chinas: sprachgewaltig, persönlich und zutiefst bewegend. (Klappentext)
Meine Meinung:
Da mich bereits der vorherige Band „Wilde Schwäne“ sehr beeindruckt hat, war ich gespannt, wie die Autorin mit diesem an die Geschichte ihrer Familie und an die Chinas anknüpfen würde. Vorwissen aus dem Vorgänger ist nicht zwingend notwendig, da Jung Chang die historischen Hintergründe verständlich erklärt und vorab auch eine Zeittafel mit wichtigen Daten zu finden ist, die eine weitaus größere Zeitspanne umfasst als die Kapitel des Buches.
Anhand ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt die Autorin die Geschichte ihres Landes bzw. des Landes, in dem sie geboren wurde. Inzwischen lebt sie in London, da sie durch Gesetze des derzeitigen Staatschef Xi Jinping aufgrund ihrer Veröffentlichungen bei ihrer Rückkehr eine Gefängnisstrafe riskieren würde.
Der Schreibstil ist nüchtern aber auch emotional packend zugleich. Diese ungewöhnliche Kombination entsteht dadurch, dass sie hier Biografisches mit historischen, sachlichen Fakten vermischt. Die Kombination aus Alltagsszenen, Grausamkeiten durch Folter, Traditionen, Landschaftsbeschreibungen und vieles mehr bieten ein umfassendes Bild des Landes und geben einen guten Einblick in das Leben der Bevölkerung über Jahre hinweg.
Durch Fotos ihrer Familie fängt Jung Chang die Atmosphäre gut ein und rundet damit ihr Werk gelungen ab.
Mein Fazit:
Dieses außergewöhnliche Buch ist kein Roman im klassischen Sinne, es ist aber auch kein Sachbuch und keine Biografie, sondern eine Darstellung der Geschichte Chinas – in allen Facetten: politisch, familiär, kulturell, landschaftlich… – anhand der Familie der Autorin.
Mich hat das Lesen bereichert und wer sich für andere Kulturen oder die historische Entwicklung Chinas interessiert, der liegt hier bestimmt richtig.