„Rosen im Asphalt“ von Felicitas Fuchs

„Rosen im Asphalt“ von Felicitas Fuchs

*Anzeige* Ich habe einen berührenden Roman über eine tiefe Freundschaft gelesen, den ich euch gerne vorstellen möchte:

Rosen im Asphalt

  1. Herausgeber: Heyne Verlag ‎
  2. Autor: Felicitas Fuchs
  3. Seitenzahl: 416
  4. Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026
  5. Sprache: Deutsch
  6. ISBN: ‎‎ 978-3453442962 ‎

Inhalt:

Köln in den Nachkriegsjahren: Während Linda in ärmlichen Verhältnissen und in Heimen aufwächst, lebt Irmi in einer Villa voller Schweigen. Als sich die Mädchen schließlich in der Schule begegnen, prallen Welten aufeinander. Irmi öffnet Linda die Tür zu einer Welt, die sie nie kannte. In ihrer Freundschaft finden die beiden den Halt, den ihre Eltern ihnen nicht geben können. Gemeinsam erleben sie, wie das Wirtschaftswunder, die Studentenproteste und neue Freiheiten das Land verändern. Doch auch die Schatten der Vergangenheit lassen sie nicht los. Verrat, Gewalt und Liebe stellen ihre Freundschaft immer wieder auf die Probe. (Klappentext)

Meine Meinung:

Die Handlung beginnt im Januar 1956 in Hamburg in einem Krankenhaus. Dort kommt Belinda Weinstock acht Wochen zu früh auf die Welt. Unbemerkt verlässt ihre Mutter das Krankenhaus und lässt sie zurück. Dadurch wächst Linda unter schwierigen Bedingungen und ohne feste Bezugsperson auf.
Zeitgleich kommt in Köln die kleine Irmi Rohndorf auf die Welt. Sie wird in eine wohlhabende Familie hineingeboren, aber ihre Mutter kann sich aus gesundheitlichen Gründen nicht um sie kümmern. Deswegen wird sie für ihre ersten Lebensjahre zu Verwandten ins Ausland gebracht.

Ich denke, dass bereits jetzt klar wird, dass die beiden Mädchen keinen einfachen Start ins Leben hatten. Als sie sich in ihrer Grundschulzeit kennenlernen, entsteht zwischen ihnen ein festes Band und eine tiefe Verbundenheit, die sie über Jahrzehnte durch ihr Leben begleiten wird.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben. Dadurch habe ich schnell einen guten und umfassenden Blick auf die Charaktere bekommen. Diese werden lebendig und authentisch beschrieben. Mir fiel es leicht mich in die Gefühlswelt der Protagonistinnen hineinzuversetzen.

Felicitas Fuchs schildert über vier Jahrzehnte das Leben während der Nachkriegszeit. Zeitgeschichtliche Ereignisse sowie das damalige gesellschaftliche Leben sind eng mit der Handlung verwoben. Alles wirkt gut recherchiert, passt in die Zeit, so wie man sie aus Geschichtsbüchern kennt oder auch in Erinnerung hat.

Die Freundschaft zwischen Linda und Irmi hat mich berührt. Sie geben sich gegenseitig Kraft und stehen füreinander ein.

Mein Fazit:

Mich hat der Roman ausgesprochen gut unterhalten und zutiefst berührt. Die Charaktere sind toll angelegt, was mich nach dem Nachwort der Autorin keineswegs verwundert. Der Roman ist fiktiv, aber die Personen, deren Leben sie hier in Ausschnitten erzählt, gab es wirklich und ihr Leben ist die Grundlage für diese Geschichte.
Ich kann das Buch Lesern, die historische Romane mögen, sich für die Deutsche Nachkriegszeit interessieren oder gerne Bücher über Freundschaft und Familie lesen, nur empfehlen.

Elke