„Der Club der Unbeugsamen“ von Kathryn Stockett

„Der Club der Unbeugsamen“ von Kathryn Stockett

*Anzeige* Ich habe einen umfangreichen Roman über die Gesellschaft in den 1930er Jahren gelesen, den ich euch gerne vorstellen möchte:

Der Club der Unbeugsamen

  1. Herausgeber: ‎btb Verlag
  2. Autor: Kathryn Stockett
  3. Seitenzahl: 848
  4. Erscheinungsdatum: 27. Mai 2026
  5. Sprache: Deutsch
  6. Originaltitel: ‎ The Calamity Club
  7. ISBN: ‎ 978-3442763351 ‎ ‎

Inhalt:

Oxford, Mississippi, 1933.

Die elfjährige Meg, deren Mutter einst an Weihnachten verschwand, hat auf die harte Tour gelernt, sich auf niemanden zu verlassen. Nun zählt sie zu den »großen Mädchen« im Waisenhaus und kämpft jeden Tag um ihre Würde.

Birdie Calhoun, unverheiratet und unverblümt, ist nach Oxford gekommen, um ihre wohlhabende Schwester um etwas Geld zu bitten. Doch sie merkt schnell: Das High-Society-Leben ist nichts als ein Geflecht aus Lügen.

Dann begegnet Birdie Charlie, einer Frau, die nichts mehr zu verlieren hat. Als sich die Schicksale – und das von Meg – kreuzen, schmieden sie einen kühnen Plan, um einzufordern, was ihnen zusteht. Doch in einer heuchlerischen Zeit, in der die Freiheit von Frauen zerbrechlich ist, kann selbst der kleinste Akt des Widerstands gefährliche Folgen haben.(Klappentext)

Meine Meinung:

Die Handlung beginnt 1933 während der Weltwirtschaftskrise in Mississippi. Die drei Protagonistinnen – Meg, Birdie und Charlie – stehen an vollkommen unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben, aber es gibt eines, was sie verbindet: Keine von ihnen ist bereit, ihr Schicksal hinzunehmen, jede ist bereit für ihr Leben zu kämpfen.

Birdies Schwester Frances hat reich geheiratet und gehört seitdem zur Oberschicht. Nun will Birdie ihre Schwester um Geld bitten. Allerdings ist bei ihr nichts zu holen. Ihr Ehemann Rory ist weg und sie steht vor dem Aus.
Die elfjährige Meg wurde von ihrer Mutter Charlie allein gelassen und lebt nun in einem Waisenhaus. Sie leidet unter der Leitung von Mrs. Garnett, die sie unterdrückt und tyrannisiert. Dort lernt sie Birdie kennen.

Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Zeit der wirtschaftlichen Unsicherheit, sozialen Ungerechtigkeiten und der gesellschaftlichen Ungleichheit. Von Gleichberechtigung ist hier noch nichts zu spüren.

Die Handlung wird im Wechsel aus Birdies und Megs Sicht geschildert. Beide Perspektiven sind mitreißend und haben mich emotional berührt.

Kathryn Stockett hat ihre Charaktere gekonnt ins Leben berufen, sie sind nahbar, stark und werden facettenreich dargestellt.
Trotz der Nöte und der schwierigen Umstände geben die Protagonistinnen niemals auf. Sie sind bereit Risiken einzugehen und zeigen, dass mit viel Mut und Zusammenhalt fast alles möglich ist. Sie machen deutlich, was möglich ist, wenn sie sich über gesellschaftliche Konventionen hinwegsetzen und was sie bewegen können, wenn sie ein gemeinsames Ziel vor Augen haben.

Mit 848 Seiten ist der Umfang des Buches eine Herausforderung. Diese habe ich gerne angenommen und habe mich im Nachhinein gewundert wie schnell diese gelesen waren. Auch wenn die Geschichte zwischenzeitlich etwas ruhiger wird, gibt es keine Längen.
Trotz der Schwere der Thematik konnte ich auch immer mal wieder lachen. Diese Gabe der Autorin, den Humor nicht außen vor zulassen, gefiel mir sehr.

Mein Fazit:

Es ist ein mitreißender und berührender Roman, in dem Kathryn Stockett die Zeit der Weltwirtschaftskrise und die damalige gesellschaftliche Situation gelungen abbildet.
Wer gerne historische Romane über starke Frauen liest und sich für gesellschaftliche Normen vergangener Zeiten interessiert, könnte an diesem Buch gefallen finden.

Elke