„Waldmann: Flucht in den Tod“ von Thomas Ziebula

„Waldmann: Flucht in den Tod“ von Thomas Ziebula

*Anzeige* Ich habe einen fesselnden Krimi einer neuen Reihe aus dem Ullstein Verlag gelesen, den ich euch gerne vorstellen möchte:

Waldmann: Flucht in den Tod

  1. Herausgeber: Ullstein Taschenbuch ‎
  2. Autor: Thomas Ziebula
  3. Seitenzahl: 448
  4. Erscheinungsdatum: 2. Januar 2026
  5. Sprache: Deutsch
  6. ISBN: 978-3548069081 ‎ ‎

Inhalt:

Ein verschwitzter Vormittag auf dem Bazar von Lagos – Trommeln. Hyänengebell, ein Pavian auf Autodächern. Dann ist Maria weg. Kommissar Hannes Waldmann verliert an diesem Tag mehr als seine Frau: Er verliert jeden Halt. Sieben Jahre später: Als in Bonn eine junge Ukrainerin spurlos verschwindet und ein Mann mit aufgeschlitzter Kehle in einem Apartment liegt, leitet Waldmann die Ermittlungen. Die Spur führt über Rotterdam bis nach Zürich, wo ein Menschenhändler hinter Luxusfassaden ein grausames System der Ausbeutung steuert. Mithilfe der Journalistin Pia Luninger und der mysteriösen Suse dringt Waldmann immer tiefer in die Machenschaften des Rings vor. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto tödlicher wird die Jagd: Für Pia, die zu viel weiß, für Suse, die zu weit gegangen ist, und für Waldmann, der nicht noch einmal versagen darf. (Klappentext)

Meine Meinung:

Die Handlung startet mit einer verstörenden Situation im Jahr 2016, in der Hannes Waldmann seine Frau Maria in Lagos verliert. Dieser Verlust hat Spuren hinterlassen, so dass Waldmann eine Auszeit benötigt.
Im Anschluss geht es im Jahr 2022 weiter.
Kommissar Hannes Waldmann kehrt in den Dienst der Bonner Mordkommission zurück.
Er soll den Mord an einem Lokalpolitiker in einem Bordell aufklären.
Gleichzeitig recherchiert die Journalistin Pia Luninger über Frauenhandel und Zwangsprostitution. Sie wendet sich an Waldmann, dem das Schicksal der Frauen aufgrund seiner eigenen Vergangenheit sehr nahe geht.

Der Schreibstil von Thomas Ziebula ist lebendig und fesselnd. Nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Kapitel sind kurz – 63 auf 448 Seiten. Das sorgt durch wechselnde Perspektiven für einen enormen Sog, da sich immer schnell noch ein weiteres Kapitel lesen lässt.

Thematisch ist das Buch leider sehr aktuell, da es um Menschenhandel, Prostitution, ukrainische Flüchtlinge und Ausbeutung geht.
Es ist aber nicht allein der Kriminalfall, der mich hier gefesselt hat. Vielmehr waren es die interessanten und vielschichtigen Charaktere. Dabei hat mir der Kommissar ebenso gut gefallen wie sein Therapeut oder die engagierte Journalistin. Hier steht jeder für sich. Der Autor zeichnet seine Figuren facettenreich, menschlich und authentisch.

Mein Fazit:

An Spannung wird hier nicht gespart und wer temporeiche Kriminalromane mit authentischer Handlung, aktueller Thematik und interessanten Charakteren mag, liegt mit diesem Buch richtig.
Ich bin jedenfalls schon gespannt auf den nächsten Fall mit Hannes Waldmann.

Elke